Die Tastatur ist etwas, das wir jeden Tag benutzen. Ich schreibe regelmässig über 12 Stunden am Tag. Trotzdem ist die Tastatur ein Produkt, für das oft nur 10 Euro oder weniger ausgegeben wird - das ist als wenn man sein Leben lang auf einer Isomatte statt auf einer guten Matratze schlafen würde.
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Ich gebe es zu: ich bin ein Werbeopfer. Obwohl ich eine Senseo von Phillips und eine Espressomaschine von Krups habe und damit auch eigentlich zufrieden bin, hat mich die Tassimo von Braun (”Die Kunst des perfekten Genusses”) schon länger aus dem Fernsehen heraus angelacht. Ich trinke recht viel Kaffee (falls das die falschen Leute lesen: das ist nur..metaphorisch gemeint), möchte mir aber nicht immer eine ganze Kanne kochen.
Die Senseo macht für meinen Gemschmack einen guten Kaffee und ist dabei auch noch recht zügig, aber ich möchte ab- und an auch mal einen Espresso oder auch einen Latte Macciato trinken. Dass man bei “All-in-one”-Lösungen Abstriche in der Qualität machen muss, ist mir dabei durchaus klar.
Beim Auspacken der Tassimo (104,00 Euro beim Saturn zuzüglich je einer Packung Kaffee (Jacobs Krönung), Espresso und Kakao) fällt auf, dass die Maschine komplett aus Plastik besteht. Der Tank fasst 1,5 Liter Wasser und wird einfach hinten in die Maschine eingesteckt. Nach einem ersten Reinigungslauf, der sich allerdings nicht so durchführen liess wie in der Kurzbeschreibung angegeben, war die Tassimo einsatzbereit.
Dass zwei Packungen (”T-DISCS”) der Jacobs Krönung schon in der Verpackung aufgegangen und sich das komplette Pulver auf meinem Ceranfeld verteilte, war sicher nicht der beste Start. Auch die Zubereitung der ersten Tasse schlug fehl, da ich die “T-DISC” nicht fest genug in die Halterung eindrückte. Beim zweiten Mal ging das Ganze dann schon besser: der Kaffee fand wie geplant seinen Weg in die Tasse (eine normal grosse Tasse wird etwa zu 3/4 voll). Geschmacklich war ich leider vom Kaffee enttäuscht, ich würde den Geschmack als “dünn” bezeichnen.
Also schnell eine Kakao “T-DISC” eingelegt. Der Kakao schmeckt recht ansprechend, wenn auch etwas zu süss für meinen Geschmack - leider verteilt sich ein Teil des “T-DISC”-Inhaltes bei jeder Zubereitung in der Tassimo, so dass man sie eigentlich nach- bzw. vor jeder Benutzung reinigen müsste.1) die Tassimo zieht Wasser in die “T-DISC” - 2) die Tassimo pumpt Wasser durch die “T-DISC”, wobei die Menge des Wassers (bei Espresso weniger als z.B. bei Kaffee) über einen Barcode auf der “T-DISC” abgelesen wird) - 3) anscheind der Versuch Crema zu erzeugen, was aber gründlich fehlschlägtWas sehr stört ist die Tatsache, dass die Tassimo bei der Zubereitung stark spritzt (bis zu 1,5 Meter weit) und so Kaffee, Espresso oder andere Getränke in der Küche verteilt. Dem lässt sich nur entgegenwirken, indem man eine hohe Tasse benutzt.
Fazit:
Positiv: Die Getränke sind heiss
Negativ: Der dünne Geschmack bei Kaffee, die billige Verarbeitung, schlechte Reinigungsmöglichkeiten, das Spritzen bei der ZubereitungIch werde also noch die letzten “T-DISCS” aufbrauchen und dann ab zurück in den Saturn - meine Senseo bekommt also noch eine Cance, zumindest bis ich ein nächstes mal Opfer von Slogans wie “Tassimo - Die Kunst des perfekten Genusses” werde.