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Congstar: Neue Billigmarke der Telekom enttäuscht

  • 17.07.2007 | # |
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    Die Telekom gerät immer mehr unter Druck, Kunden wandern ab - die Billigmarke Congstar soll nicht nur verlorene Kunden zurück sondern auch neue bringen.
    Mit den angebotenen Tarifen steht das Projekt (Zielsetzung: 1 Milliarde Euro Umsatz bis 2010) aber auf tönernen Füssen.

    Congstar - das Angebot (ohne subventioniertes Handy)

    congstar.deWar im Vorfeld der Einführung von einer Flatrate in alle Netze für 55 Euro die Rede, sieht das in der Realität bzw. auf congstar.de anders aus: mit 84,94 Euro schlägt die Kombination aller Sprachflatrates zu buche. Nimmt man noch alle SMS-Flatrates dazu, landet man bei monatlich 129,89 Euro. Hinzu kommt eine einmalige Einrichtungsgebühr von 19,99 Euro. Mindestumsatz oder Grundgebühren fallen weg. Das mag sich ja für manche Kunden durchaus lohnen, trifft aber ganz sicher nicht auf einen grösseren Kreis zu.
    Ohne die Buchung von Flatrates ist das Angebot mit 19 Cent pro Minute oder SMS in alle Netze schlechter als das der meisten Prepaid-Anbieter, die ja zum Teil auch auf das Netz von T-Mobile zurückgreifen.

    congstar.de - Mobilfunk - Mobil telefonieren ohne Mindestvertragslaufzeit
    84,94 Euro für die Sprachflatrate, 129,89 Euro für das Komplettangebot

    Rechenbeispiele

    Zum Vergleich: für die 84,94 Euro der Sprachflatrate kann ich mit callmobile (14 Cent / Minute) schon 606 Minuten telefonieren, selbst bei T-Mobile bekomme ich für 68 Euro 1000 Minuten in alle Netze.

    Zielgruppe verfehlt

    Congstar verfehlt jegliche Zielgruppe: für den Business-Kunden der vielleicht im Monat tastächlich über die bei T-Mobile für 68 Euro oder E-Plus für 57,50 Euro offerierten 1000 Minuten hinauskommt, ist Congstar wenig attraktiv (z.B. wegen des Datentarifes). Der durchschnittliche Teen, auf den Congstar wohl abzielt, hat einfach keine 84,94 Euro im Monat übrig.

    Fazit

    congstar.de - die VollflatrateKlar, die Flatrate ins Festnetz für 9,99 Euro ohne Vertragsbindung ist nicht unattraktiv, besonders durch die gute Netzabdeckung. Der Hauptkonkurrent BASE verlangt für das gleiche Angebot 15,00 Euro bei 24 Monaten Laufzeit. Für eine vollwertige Flatrate (Sprache und SMS) in alle Netze dürfte das Angebot aber deutlich zu teuer sein. Die Schmerzgrenze für eine Vollflatrate liegt für die meisten Kunden um die 90 Euro.
    Strategisch merkwürdig: die Flatrate ins T-Mobile-Netz ist mit 19,99 Euro neben der zu Vodafone die teuerste, offensichtlich soll so die Abwanderung von der Hauptmarke T-Mobile zu Congstar reguliert werden.
    Mit 100.000 Kunden die nur die Karte ohne Flatrates nutzen ist die Millliarde Umsatz bis 2010 ein viel zu hoch gestecktes Ziel - aber realistische Markteinschätzung ist bei der Telekom in den letzten Jahren - seit der Einführung der T-Aktie? - immer stärker abgebaut worden.
    (Für den Fall das diese enorm fundierte, auf repräsentativen Erhebungen basierende Analyse von Congstar bzw. der Telekom verwendet wird: Rechnung kommt.)

     

Kommentare

  • Jan 21:58 on 19.07.2007 | #

    echt ne blöde sache - bei 55 euro hätte ich mal drüber nach gedacht - aber da mein vertrag eh noch bis mai 08 geht muss ich erst mal abwarten - vielleicht bekommen die es ja bis dahin auf die reihe was günstiger zu werden - das es sich für einen semi-professionellen telefonierer wie mich auch lohnt -
    bis dahin bleibe ich dem E-netz treu -

    mfg jan

  • Daniel 09:42 on 20.07.2007 | #

    Ich denke ich hole mir mit dem iPhone die 1000-Minuten-Option von T-Mobile, vor allem wegen dem Netz.

    Wirklich keine Ahnung auf wen Congstar abzielt, nehme an die Telekom hatte Angst dass zu viele Kunden abwandern wenn das Angebot zu attraktiv ist.
    Wenn man sich z.B. mal überlegt dass SMS nur Abfallprodukte sind und den Netzbetreiber fast nichts kosten, hätte Congstar mal für 10 Euro 1000 SMS anbieten können: DAS hätte Kunden gezogen.

  • Jan 00:19 on 11.08.2007 | #

    Die Leute von T-Mobile können dann aber mit der eigenen Flatrate die bei Congstar nicht kostenlos erreichen. Deshalb werden nicht so viele abwandern. Eine Festnetznummer fehlt auch.

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