Alice DSL – oder warum aller guten Dinge nicht immer drei sind

Ich bin nicht erst seit gestern Alice DSL-Kunde, sondern war “damals” in Berlin sogar Kunde der ersten Stunde. Anschluss beantragt, Termin bekommen, Techiker kam wie angekündigt, angschlossen, lief.

Umzug ins Rheinland. Umzug gemeldet, Termin bekommen, Techniker kam wie angekündigt, angeschlossen, lief. Telefonleitung wurde ohne Absprache über VoIP realisiert, setzte aus, meldete mich als nicht erreichbar, Sprachqualität fürchterlich.

Umzug ins Ruhrgebiet. Umzug gemeldet, Termin bekommen, kein Techniker nötig, angeschlossen, lief. Nach einem Jahr wurde die Leitung von 16.000 kBit/s auf 18.000 kBit/s aufgebohrt – ohne Aufpreis.

Umzug innerhalb des Ruhrgebietes. Innerhalb der selben Stadt. Umzug gemeldet, Termin bekommen, Urlaub genommen, Techniker kam wie angekündigt, angeschlossen. Etwas stimmte nicht, Techniker brauchte Zugang zum Nachbarhaus. Neuer Termin sollte über Alice vereinbart werden. DSL lief trotzdem, aber nur mit 2.000 kBit/s, Telefon war tot. Am gleichen Tag eine SMS von Alice: “Bitte setzen Sie sich mit uns unter 01805… bezüglich Techniker-Termins mit uns in Verbindung.” Gemacht. Termin vereinbart. Zeitfenster 12:00 – 16:00 Uhr. Urlaub genommen.

13:00 Uhr am Tag des Termins – Techniker ruft mit unterdrückter Rufnummer an: “Sind Sie zuhause? Ich komme um 14:30 Uhr!” Schnell was eingekauft, 13:30 Uhr zurück. Karte im Briefkasten: “Ich habe Sie leider nicht angetroffen – Bitte neuen Termin vereinbaren.” Geärgert. Neuen Termin vereinbart. Zeitfenster 08:00 – 12:00 Uhr. Urlaub genommen.

Techniker kommt um 11:00 Uhr, geht in den Keller des Nachbarhauses, verkündet: “Geht!” – und geht. Geht nicht. Anruf bei Alice: “Der Techniker hat hier eingetragen er habe das Problem nicht finden können und man solle einen neuen Termin vereinbaren!”. Neuen Termin vereinbart. Zeitfenster 08:00 – 12:00 Uhr. Urlaub genommen.

12:15 Uhr am Tag des Termins: kein Techniker. Anruf bei Alice (O-Ton!): “Ich darf jetzt nicht sagen dass die Telekom unsere Kunden nicht anschliessen will, sonst bekomme ich Ärger! Da müssen Sie sich beim Gesetz beschweren! Wir müssen 5 Techniker-Termine machen die nicht klappen, dann können wir ein Eskalationsticket ausfüllen!”. Zeige mich uneinsichtig bezüglich erneuten Urlaubs für Techniker-Termin. Rückruf bis 23:00 Uhr wird fest zugesagt. Rückruf bleibt aus.

Mitte der nächsten Woche erneute Kontaktaufnahme zu Alice. Anscheinend sehr unübersichtliches Ticket-System. Man liest sich 15 Minuten in den Vorgang ein, ist verwundert über Terminvergabe am Samstag (“Wer hat den Termin denn da hingelegt? Sie selber? Wir? Ach ja, da seh ich es!”), will sich mit Kollegen besprechen und verspricht Rückruf innerhalb von 30 Minuten. Ich weise auf das letzte Rückrufversprechen hin. “Ich garantiere Ihnen einen Rückruf innerhalb von 30 Minuten, das kann ich Ihnen versprechen!”. Kein Rückruf.

Räumung des BMW-Museums wegen eines “Wasserrohrbruchs”

Die gestrigen Gambero-Rosso-Probe im BMW-Museum wurde um 16:20 Uhr mit der Räumung des Gebäudes durch die BMW-Werksfeuerwehr sowie die Securitas (Privater Sicherheitsdienstleister) mehr oder weniger beendet. Angeblicher Grund: ein Wasserrohrbruch, der die Elektronik zu beschädigen drohte.

Nachdem die Räumung nach einer halben Stunde vergeblicher Lautsprecherdurchsagen auf deutsch und italienisch anfangs halbherzig durchgesetzt wurde, mussten viele der ausstellenden Winzer Ihre Weine an den Ständen zurücklassen. Nicht wenige Flaschen wurden daraufhin von Besuchern eingesteckt und aus dem Gebäude geschafft, niemand von Securitas hatte ein Auge darauf. Im Gedränge vor der Garderobe kam es dementsprechend zu Auseinandersetzungen, als Winzer Ihre Flaschen in Händen oder Taschen von Besuchern entdeckten.

Allein dass Mitarbeiter der Securitas von einer “Evakuierung” sprachen, die sie durchzuführen hätten (was natürlich nur die Feuerwehr darf)…

Die Veranstaltung wurde zwar in der BMW Welt auf der anderen Strassenseite fortgesetzt, jedoch ohne rund 70% der Aussteller, die nach der Räumung abreisten, ohne Standordnung, ohne Weinkühler. Insgesamt ein Armutszeugnis für BMW (Dass wir vor Beginn der Veranstaltung von einem vom Dach der BMW Welt abgehenden großen Schneebrett nur um 15 Meter verfehlt wurden, trägt nicht gerade zu einer besseren Meinung über den Veranstaltungsort bei).

Coco Jungle Berlin – oder wie man Stammkunden loswird

Das Coco Jungle kenne ich seit knapp 10 Jahren und war immer wieder mit Besuchergruppen von bis zu 30 Personen, aber auch mit kleineren Gruppen oder zu zweit da. Die Coctails waren recht gut, es war Sand auf dem Boden, künstliche Palmen an den Wänden, Südsee-Atmosphäre. Okay, es lief immer die gleiche CD und nach ein paar Coctails kannte man die Reihenfolge der Titel auswendig, dafür waren die Bedienungen nett. Okay, der eine Kassenabsturz nach dem 150 Euro zu viel auf dem Bong waren und man uns partout nicht glauben wollte – Schwamm bzw. Sambuca drüber.

Nach fast 2 Jahren war ich jetzt noch mal da, mit Freundin und einer Bekannten im Schlepptau.

Im Coco Jungle war eine Leinwand aufgebaut auf der Fussball lief, die einzigen freien Sitzplätze waren an der Bar, mit dem Rücken zur Leinwand. Da ich zu meinen Coctails keinen Fussball brauche kein Problem. Aber dass wir vom Barkeeper höchst unfreundlich noch vor den Karten oder der ersten Bestellung gebeten wurden uns umzusetzen, damit wir Leuten auf der anderen Seite der Bar nicht im Weg sitzen – danke nein.

Coco Jungle ist (für mich und damit für jede an mir hängende Gruppe) tot, es lebe die Bar 55 schräg gegenüber: gut & nett wie immer.


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No-go: das Coco Jungle in der Kollwitzstr., Prenzlauer Berg, Berlin