Chip: Vom Prosumermagazin zum Werbetext-Heftchen

Ich habe früher gerne Chip gelesen, wirklich gerne. Offline. Als Heft.

Seit ein paar Tagen haben wir ein Samsung SGH-F480 im Haus. Chip meint:

“Samsung neue TouchWiz-Bedienoberfläche kann überzeugen und heizt dem Apple iPhone mächtig ein.” [...] “Gute Ausstattung, edles Design, hervorragende Verarbeitung und ein gutes Bedienkonzept – Samsung setzt mit dem SGH-F480 ein dickes Ausrufezeichen. Die Alleinherrschaft von Apple in Bezug auf Bedienkonzept und Kult-Status könnte ernsthaft in Gefahr geraten denn dem F480 fehlt wahrlich nicht viel, um das Apple iPhone vom Touchscreen-Thron zu stürzen.”

Ich hatte noch nie ein Handy in der Hand das den Anspruch hatte ein “Smartphone” zu sein und so schlecht war. Der Touchscreen ist ungenau und reagiert träge, das Onscreen-”Keyboard” besteht aus einem Nummernblock mit T9, es gibt ein paar lächerliche Widgets (kleine Kostprobe? Das Betreiberlogo zählt z.B. als Widget, genau wie eine Analoguhr) die man aus einer Seitenleiste ziehen und auf dem Bildschirm verschieben kann. Die mitgelieferte auf das Akkufach aufsteckbare Abdeckung klappt nach unten weg und ist ständig bei der Bedienung im Weg bzw. hängt beim Telefonieren vor dem Gesicht.

Ich lese keinen Chip mehr, frage mich aber trotzdem wie man derart an der Reakität vorbei “testen” kann. Schade eigentlich.

Die (frohe) Botschaft verkünden:
  • Twitter
  • Tumblr
  • Facebook
  • Digg
  • del.icio.us
  • Google Bookmarks
  • Print
  • PDF
This entry was posted in Randbemerkungen and tagged , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Einen Kommentar hinterlassen

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>