Am 19.04.2012 ist die Lastschrift von simyo geplatzt – mein Fehler. Zu 100%. Der Dauerauftrag auf ein Unterkonto kam einen Tag zu spät.
Am 20.04.2012 kam folgerichtig eine E-Mail von simyo: “Rücklastschrift zu Ihrer simyo Rufnummer 491…”
Wir konnten den von Ihnen festgelegten Betrag in Höhe von 3x,xx Euro nicht per Lastschrift einziehen, da er von Ihrer Bank zurückgebucht wurde. Für die erfolglose Einziehung der Lastschrift von Ihrem Girokonto wird eine Gebühr in Höhe von 15,00 Euro fällig. Wir möchten Sie bitten, den rückständigen Rechnungsbetrag, zuzüglich der angefallenen Gebühr für die Rücklastschrift, in Höhe von insgesamt 4x,xx Euro spätestens bis zum 29.04.2012 auf unser Konto [...] zu überweisen.
15,00 Euro für eine Rücklastschrift? Gab es da nicht gerade ein Urteil zu? Doch, gab es. (OLG Schleswig – Aktenzeichen 2 U 2/11).
Ich habe simyo daraufhin über das Kontaktformular im Kundenbereich auf simyo.de mitgeteilt, dass ich mit den 15,00 Euro Gebühren für die Rücklastschrift nicht einverstanden bin, habe auf das Urteil verwiesen und um eine korrigierte Rechnung gebeten.
Keine Stunde später war meine SIM-Karte ohne jeden Nachricht von simyo (man beachte die in der Mahnung genannte Frist bis zum 29.04.2012!) gesperrt. Nicht nur für ausgehende Anrufe, nein: komplett stillgelegt “Kein Netz”.
Zwei weitere Nachrichten über das Kontaktformular im Kundenbereich auf simyo.de, die u.A. den Verweis auf das Urteil des III. Zivilsenats des BGH vom 17.2.2011 – III ZR 35/10 enthielten (siehe folgendes Zitat) sowie eine faire Fristsetzung zur Reaktivierung der SIM enthielten, bleiben unbeantwortet.
(2) Wegen Zahlungsverzugs darf der Anbieter eine Sperre durchführen, wenn der Teilnehmer nach Abzug etwaiger Anzahlungen mit Zahlungsverpflichtungen von mindestens 75 Euro in Verzug ist und der Anbieter die Sperre mindestens zwei Wochen zuvor schriftlich angedroht und dabei auf die Möglichkeit des Teilnehmers, Rechtsschutz vor den Gerichten zu suchen, hingewiesen hat. Bei der Berechnung der Höhe des Betrags nach Satz 1 bleiben diejenigen nicht titulierten Forderungen außer Betracht, die der Teilnehmer form- und fristgerecht und schlüssig begründet beanstandet hat.
Über Facebook nahm ich daraufhin nochmals Kontakt zu simyo auf:
Ich habe heute nach einer Rücklastschrift den 15,00 Euro Gebühren widersprochen – mein Account wurde ohne Nachricht oder Rücksprache SOFORT gesperrt (Frist war bis zum 29.04.12). Auf meine folgenden Nachrichten wird stumpf nicht reagiert.
Manuela Braun, ihres Zeichens “Spezialistin für Social Media bei simyo”, bat mich daraufhin eine E-Mail an einfach@simyo.de zu schicken und mich auf den Facebook-Post zu beziehen. Gesagt, getan.
Ich bekam nun per E-Mail von “Anita” mitgeteilt, dass ich von einem Mitarbeiter “diesbezüglich” angerufen würde. Mein ebenfalls per E-Mail vorgebrachter Einwand, dass man mich auf einer deaktivierten SIM-Karte nur schwer erreichen könne, wurde mit
Die wird entsperrt
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beantwortet. Passiert: nichts.
simyo hat mich also unrechtmäßig “abgeklemmt” und dafür nach meinem Widerspruch gegen die 15,00 Euro Gebühren wie ein trotziges Kind keine Stunde gebraucht, “Anja” hat mich per E-Mail angelogen und passiert ist weiter nichts. Meine SIM ist nunmehr seit dem 20.04.2012 gegen 11:00 Uhr deaktiviert.
Ich habe bereits Kontakt zu meiner Rechtsschutzversicherung hergestellt und eine Bearbeitungsnummer erhalten – ab Montag werde ich von einer Kanzlei vertreten, die mir zu meinem Recht verhelfen und gegen simyo ein Urteil ähnlich dem gegen Klarmobil erwirken wird.
Ich werde mich für die Dauer des Verfahrens nicht zum aktuellen Stand äußern können, die Rechtslage ist aber klar (weil einfach einfach einfach…).
Update:
Seit dem 23.04.2012, ca. 10:30 Uhr ist meine SIM wieder aktiv – wiederum ohne jeden Kommentar. Meint man bei simyo damit wäre die Sache stillschweigend erledigt?
Fündig geworden bin ich bei 
Mit der neuen 8,1 Watt LEDARE-Leuchte, die als Ersatz für konventionelle 40 Watt-Glühbirnen (Nachtrag: Ersatz für 40 Watt ist eher zu niedrig gegriffen, im Praxistest kann sie es durchaus mit einer 60-Watt-Glühbirne aufnehmen) dient, greift IKEA in Sachen LED-Leuchtmittel richtig an. Für 11,99 Euro habe ich heute eines der neuen LED-Leuchtmittel erstanden: allein 





