Die NOrisbank (oder wie wir fast mal Kunden geworden wären)

“No” – das steht im Englischen, im Französischen (und sicherlich noch in einigen Sprachen sonst) für “Nein”.

Vielleicht hätte mir die negative Konnotation dieser Vorsilbe gleich auffallen sollen, als wir ein Konto bei der NOrisbank eröffnen wollten.

Aber der Reihe nach.

Wir wollten neben unseren beiden Gehaltskonten ein weiteres, gemeinsames Konto, auf die wir monatlich Teile unserer ungeheuren Gehälter überweisen, um davon gemeinsame Ausgaben zu tätigen. Das Konto sollte kostenlos sein und für uns beide sollte jeweils eine EC-Karte drin sein. Kein Dispo, keine Kreditkarte.

Nach einiger Recherche fiel die Wahl auf die Norisbank GmbH. U.a. empfohlen von Stiftung Warentest / Finanztest. Zwar seit dem 2. November 2006 ein Tochterunternehmen der Deutschen Bank und seit dem 27. Juli 2012 eine reine Direktbank, aber was soll’s.

Am 07.11. füllten wir den Online-Antrag aus. Die PostIdent-Formulare gingen zwei Tage später in die Post (am 08.11. folgte gleich per E-Mail eine Erinnerung daran, die Anträge auch ja nicht zu vergessen).

Am 19.11. dann eine weitere E-Mail: “bisher haben wir Ihren Antrag auf ein Top-Girokonto vom 07.11.2013 noch nicht unterschrieben erhalten” – hm? Naja, da muss sich etwas überschnitten haben.

Am 21.11. dann ein vom 15.11. datiertes Schreiben (also 4 Tage, bevor die Unterlagen angeblich noch nicht eingegangen waren) mit dem aussagekräftigen Betreff: “Eröffnung Ihres : Bitte reichen Sie noch Unterlagen ein”. Weiter im Text heißt es: “vielen Dank für die Eröffnung eines .” Seriendruckfeld nicht befüllt?

Im Schreiben wurde erklärt, die Unterschrift auf dem Eröffnungsantrag habe nicht mit der vom PostIdent-Formular übereingestimmt. In Anlage eine Kopie der fraglichen Unterschriften. Übereinstimmung: 100%.

Ein Anruf wird die Sache ja klären können, schließlich ist man “24 Stunden an 7 Tagen” für uns da.

Ein Anruf bei der Hotline. Die Computerstimme sagt, ich soll meine Filialnummer eingeben. Filialnummer? Ohne Konto? Einfach mal warten. Der Computer versteht meine Eingabe 3x nicht, ich werde mit einem “Servicemitarbeiter” verbunden. Genauer: mit dem ersten Servicemitarbeiter. Auch dieser möchte – unbeeindruckt von meiner Schilderung – die Filialnummer haben. Alternativ würde er sich aber auch mit der Kontonummer zufrieden geben. Ich schildere alles noch mal. “Moment” sagt er, “ich verbinde Sie mal”. Die zweite “Servicemitarbeiterin” lässt sich den Fall schildern. Zugriff auf die Daten habe sie leider nicht, da müsse sie mich mal mit dem Kontoservice verbinden, ich solle doch bitte meine Kontonummer bereithalten. Das “Moment” hört sie nicht mehr, ich aber erst Musik, dann den 3. “Servicemitarbeiter”. Klar, bei ihm sei ich falsch ohne Kontodaten, er würde mich aber mal schnell mit dem Eröffnungsservice verbinden. “Servicemitarbeiterin” Nummer 4. “Ohne Filialnummer und Kontonummer…” Ich habe inzwischen eine handschriftliche Nummer gefunden, die jemand auf eine der Kopien geschrieben hat. Ich versuche es damit, werde aber gebremst: Zugriff auf Kundendaten habe sie natürlich nicht. Wofür sie dann die Kontonummer bräuchte? Zur Verifizierung natürlich!
Sie würde mich aber mal mit dem Kontoservice verbinden. Es gelingt mir, sie zu unterbrechen. Schildere die Situation nochmals. Ich solle die Unterlagen doch einfach noch mal einreichen, offensichtlich wisse ja niemand was fehlen würde, oder was nicht passt.

Ich erkläre ihr, dass ich noch kein Kunde bin, sondern eigentlich einer werden wollte. Und dass ich mir jetzt schon noch mal überlegen würde, ob ich bei der NOrisbank an der richtigen Adresse wäre.

“Moment” sagt sie, “Ich verbinde.”

servicewuesten

Baustoffhändler in Essen: Servicewüsten.

Vor einer Woche habe ich von den folgenden 5 Händlern ein schriftliches Angebot angefordert:

Baustoffe Ruhr, Überruhrstraße 243, 45277 Essen
Raab Karcher, Bonifaciusstraße 137-175, 45309 Essen
Baustoffe Deppermann, Am Luftschacht 1, 45307 Essen
BAUKING, Carolus-Magnus-Straße 87, 45356 Essen
Schlenkhoff, Haedenkampstraße 8, 45143 Essen

Erhalten habe ich… 0 Angebote.

Da Baustoffhändler ja auch Sand verkaufen, ist “Wüste” begrifflich ja gar nicht so weit entfernt.

Ich habe mir die Mühe gemacht, bei allen Händlern telefonisch nachzufragen (mit Ausnahme von Deppermann, dort konnte ich niemanden erreichen). Eine Entschuldigung gab es nirgendwo.

UPDATE:
Von BAUKING habe ich mittlerweile auf die Nachfrage hin ein Angebot erhalten.
UPDATE II:
Auch Schlenkhoff hat ein Angebot geschickt.

simyo – oder wie man geltendes Recht ignoriert

Am 19.04.2012 ist die Lastschrift von simyo geplatzt – mein Fehler. Zu 100%. Der Dauerauftrag auf ein Unterkonto kam einen Tag zu spät.
Am 20.04.2012 kam folgerichtig eine E-Mail von simyo: “Rücklastschrift zu Ihrer simyo Rufnummer 491…”

Wir konnten den von Ihnen festgelegten Betrag in Höhe von 3x,xx Euro nicht per Lastschrift einziehen, da er von Ihrer Bank zurückgebucht wurde. Für die erfolglose Einziehung der Lastschrift von Ihrem Girokonto wird eine Gebühr in Höhe von 15,00 Euro fällig. Wir möchten Sie bitten, den rückständigen Rechnungsbetrag, zuzüglich der angefallenen Gebühr für die Rücklastschrift, in Höhe von insgesamt 4x,xx Euro spätestens bis zum 29.04.2012 auf unser Konto [...] zu überweisen.

15,00 Euro für eine Rücklastschrift? Gab es da nicht gerade ein Urteil zu? Doch, gab es. (OLG Schleswig – Aktenzeichen 2 U 2/11).

Ich habe simyo daraufhin über das Kontaktformular im Kundenbereich auf simyo.de mitgeteilt, dass ich mit den 15,00 Euro Gebühren für die Rücklastschrift nicht einverstanden bin, habe auf das Urteil verwiesen und um eine korrigierte Rechnung gebeten.

Keine Stunde später war meine SIM-Karte ohne jeden Nachricht von simyo (man beachte die in der Mahnung genannte Frist bis zum 29.04.2012!) gesperrt. Nicht nur für ausgehende Anrufe, nein: komplett stillgelegt “Kein Netz”.

Zwei weitere Nachrichten über das Kontaktformular im Kundenbereich auf simyo.de, die u.A. den Verweis auf das Urteil des III. Zivilsenats des BGH vom 17.2.2011 – III ZR 35/10 enthielten (siehe folgendes Zitat) sowie eine faire Fristsetzung zur Reaktivierung der SIM enthielten, bleiben unbeantwortet.

(2) Wegen Zahlungsverzugs darf der Anbieter eine Sperre durchführen, wenn der Teilnehmer nach Abzug etwaiger Anzahlungen mit Zahlungsverpflichtungen von mindestens 75 Euro in Verzug ist und der Anbieter die Sperre mindestens zwei Wochen zuvor schriftlich angedroht und dabei auf die Möglichkeit des Teilnehmers, Rechtsschutz vor den Gerichten zu suchen, hingewiesen hat. Bei der Berechnung der Höhe des Betrags nach Satz 1 bleiben diejenigen nicht titulierten Forderungen außer Betracht, die der Teilnehmer form- und fristgerecht und schlüssig begründet beanstandet hat.

Über Facebook nahm ich daraufhin nochmals Kontakt zu simyo auf:

Ich habe heute nach einer Rücklastschrift den 15,00 Euro Gebühren widersprochen – mein Account wurde ohne Nachricht oder Rücksprache SOFORT gesperrt (Frist war bis zum 29.04.12). Auf meine folgenden Nachrichten wird stumpf nicht reagiert.

Manuela Braun, ihres Zeichens “Spezialistin für Social Media bei simyo”, bat mich daraufhin eine E-Mail an einfach@simyo.de zu schicken und mich auf den Facebook-Post zu beziehen. Gesagt, getan.

Ich bekam nun per E-Mail von “Anita” mitgeteilt, dass ich von einem Mitarbeiter “diesbezüglich” angerufen würde. Mein ebenfalls per E-Mail vorgebrachter Einwand, dass man mich auf einer deaktivierten SIM-Karte nur schwer erreichen könne, wurde mit

Die wird entsperrt :-)

beantwortet. Passiert: nichts.

simyo hat mich also unrechtmäßig “abgeklemmt” und dafür nach meinem Widerspruch gegen die 15,00 Euro Gebühren wie ein trotziges Kind keine Stunde gebraucht, “Anja” hat mich per E-Mail angelogen und passiert ist weiter nichts. Meine SIM ist nunmehr seit dem 20.04.2012 gegen 11:00 Uhr deaktiviert.

Ich habe bereits Kontakt zu meiner Rechtsschutzversicherung hergestellt und eine Bearbeitungsnummer erhalten – ab Montag werde ich von einer Kanzlei vertreten, die mir zu meinem Recht verhelfen und gegen simyo ein Urteil ähnlich dem gegen Klarmobil erwirken wird.

Ich werde mich für die Dauer des Verfahrens nicht zum aktuellen Stand äußern können, die Rechtslage ist aber klar (weil einfach einfach einfach…).

Update:
Seit dem 23.04.2012, ca. 10:30 Uhr ist meine SIM wieder aktiv – wiederum ohne jeden Kommentar. Meint man bei simyo damit wäre die Sache stillschweigend erledigt?

IKEA LEDARE LED-Leuchtmittel Sortimentsübersicht

Wie schon hier: LEDARE – IKEA macht LED-Leuchten massentauglich moniert, gibt es keine Übersicht über die verfügbaren LEDARE LED-Leuchtmittel von IKEA. Online lässt sich gerade mal ein einziges lassen sich bis jetzt nur 4 der Leuchtmittel finden und auch im Laden ist es eher unübersichtlich, die Leuchtmittel stehen über die ganze Leuchtenabteilung verteilt.

Diese LED-Leuchtmittel habe ich über das Info-Terminal im Markt gefunden (wobei z.B. die LEDARE LAMPE RUND KLAR 8,1 Watt in “meinem” Markt nicht zu finden war):

Weiterlesen

Efergy e2 – den Energieverbrauch im Blick

Im Zuge meiner “Energiespar-Offensive” (siehe auch Energiesparen im eigenen Haus und LEDARE – IKEA macht LED-Leuchten massentauglich) habe ich nach einem Gerät gesucht, das mir hilft den aktuellen Stromverbrauch wattgenau anzuzeigen.

Die “Smartmeter”-Lösung, die mir der Netzbetreiber angeboten hat, war ein Witz: das Gerät muss mit einer Taschenlampe(!) bedient werden, mit der man Morsezeichen auf einen Sensor blinkt. Anzeigen lassen sich Gesamt-, Tages-, Wochen- und Monatsverbrauch. Kosten sollte das Ganze inkl. Einbau um die 100,00 Euro. Der Elektriker riet mir jedoch eindringlich von dieser Lösung ab.

Fündig geworden bin ich bei Efergy, einer Fimra aus Großbritannien, mit dem efergy e2 (Ich habe noch eine Vorgängerversion, die sich aber im Funktionsumfang nicht unterscheidet). Das Gerät wird mittels 3 Sensoren (mitgeliefert wird einer, im UK scheint der Stromanschluss meist nur 1-phasig zu sein) zwischen den alten Zähler und den Sicherungskasten gehängt (Falls man sich das nicht zutraut: dafür gibt es Elektriker, im Zweifelsfall lieber machen lassen bevor man sich gefährdet!!).

Nachdem Sender und Empfänger gekoppelt sind, kann man wattgenau im Display ablesen, was gerade verbraucht wird. Natürlich fehlen auch Verbrauchsübersichten für Tag, Woche und Monat nicht, zudem lassen sich die Daten des e2 auch via USB an einen PC oder Mac übertragen und mit der Software eLink2 auswerten.

Der Empfang funktioniert bei uns drahtlos im ganzen Haus, man kann also schön live sehen wie sich der Wert verändert wenn man Verbraucher an- oder ausschaltet.

Leider sind die efergy-Produkte in Deutschland nicht ganz einfach zu bekommen, es lassen sich aber ein paar Online-Shops auftreiben, die das Gerät für um die 70 Euro mit drei Sensoren liefern.

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LEDARE – IKEA macht LED-Leuchten massentauglich

Mit der neuen 8,1 Watt LEDARE-Leuchte, die als Ersatz für konventionelle 40 Watt-Glühbirnen (Nachtrag: Ersatz für 40 Watt ist eher zu niedrig gegriffen, im Praxistest kann sie es durchaus mit einer 60-Watt-Glühbirne aufnehmen) dient, greift IKEA in Sachen LED-Leuchtmittel richtig an. Für 11,99 Euro habe ich heute eines der neuen LED-Leuchtmittel erstanden: allein haptisch schon richtig gut. Die Leuchte in Keramik über der E27-Fassung. Volle Helligkeit nach 0,2(!!) Sekunden, eine Temperatur von 2700 Kelvin. Das Licht sieht natürlich aus, keine Spur von dem Lila-Stich den die LEDBERG-Leiste hat.

Ohne jetzt Äpfel mit Birnen (^^, Birnen!) vergleichen zu wollen: die Testsieger der Stiftung Warentest im Bereich LED-Lampen, die Osram Parathom Pro Classic A 80, 12 Watt (960 lm / 45,00 Euro) und die Philips MyAmbiance dimmable, 12 Watt (870 lm / 40 Euro) werden von der IKEA LEDARE nicht gerade deklassiert, wenn man die reine Lichtausbeute (Lumen / Watt) betrachtet:

Osram: 80 (Wird als 100% gewertet)
Philips: 72,5 (90,63%)
IKEA: 49,4 (61,75%)

Nimmt man aber den Preis mit in die Betrachtung (Cent / lm), wird das Ganze interessant:

IKEA: 0,29 (Wird als 100% gewertet)
Philips: 0,46 (+58,62%)
Osram: 0,47 (+62,07%)

Um also insgesamt auf 1000 lm zu kommen, müsste man rechnerisch folgendes bezahlen:

IKEA: 29 Euro (Wird als 100% gewertet)
Philips: 46 Euro (+58,62%)
Osram: 47 Euro (+62,07%)

Nachtrag (danke an pml für die Anregung):
Ganz wichtig ist natürlich auch die Wirtschaftlichkeit – denn man setzt die LED-Leuchtmittel ja ein um zu sparen! Für die Wirtschaftlichkeit ziehe ich a) die Anschaffungskosten und b) einen auf 710 Lumen hochgerechneten Verbrauch über einen Zeitraum von 1 Jahr / 8 Stunden täglich in kWh heran. Als Preis für die kWh nehme ich 0,25 Euro an.

Bereits im 3. Jahr überholt die Osram die IKEA-Leuchte knapp, im 4. Jahr zieht auch die Philips-Leuchte an ihr vorbei. Der Vergleich ist natürlich sehr abstrakt, da mit theoretischen Werten gerechnet werden musste. Eine Tendenz lässt sich aber erkennen: für den Dauereinsatz lohnt es sich, mehr für ein Leuchtmittel mit besserem Lumen/Watt-Verhältnis zu investieren.

Leider sind die Leuchtmittel der LEDARE-Serie nicht online, sondern nur vor Ort im Geschäft zu finden. Die hier angesprochene 8,1 Watt-Leuchte hat die Artikelnummer 302.224.86. Ebenfalls erhältlich: zwei Leuchtmittel mit E14-Fassung (1,8 Watt / 50 lm), einmal als Kerze (Artikelnummer 102.117.14, oben in der Wandleuchte im Einsazu) und einmal in Birnenform (Artikelnummer 602.117.16). Beide mit 3000 Kelvin und 1 Sekunde bis zur maximalen Leuchtkraft. Die beiden auf eine Lichtausbeute von 27,78 (die von der Stiftung Warentest aufgeführte Osram Parathom R50 warm white erreicht für 40,00 Euro nur eine Lichtausbeute von 21) und sind somit nicht dafür geeignet große Räume in gleißendes Licht zu tauchen, wohl aber für Badezimmer, als Nachtlicht im Flur oder Keller oder die etwas stimmungsvollere Beleuchtung.

Nachtrag, 28.10.2011:
Ich werde heute mal alles kaufen was IKEA an LEDARE im Programm hat und den Artikel entsprechend ergänzen. Eine E-Mail Abfrage bei IKEA ergab leider nur “Nicht alle unsere Artikel sind online aufgeführt, aber in den IKEA Einrichtungshäuser verfügbar. Eine Übersicht der Leuchten liegt nicht vor. Bitte wenden Sie sich direkt an Ihr IKEA Eirnichtungshaus.”

Gerade habe ich auch die offizielle Pressemittelung von IKEA dazu gefunden:

Das am häufigsten verwendete Leuchtmittel, die 40-W-Glühbirne, wird noch besser: als LED-Version. Wenn Sie ein Leuchtmittel durch die neuen LEDARE E27 8-W opalweißen Lampen ersetzen, kann es sein, dass Sie es für die nächsten 20 Jahre nicht mehr anfassen müssen. Das ist ganz schön lang und spart ganz schön viel, ca. 128 Euro und einen verringerten ökologischen Fußabdruck, der etwa 322 kg CO2 spart, was etwa dem entspricht, was 36 Bäume absorbieren.

Die LEDARE Serie (das bedeutet „Anführer“) wurde letztes Jahr auf den Markt gebracht und besteht aus Lampen mit Leuchtdioden, die bis zu 85% weniger Energie benötigen. Das macht einen großen Unterschied auf der Stromrechnung. Und wenn Sie Energie sparen, sparen Sie Ihre eigenen und die Ressourcen der Erde. Wir möchten, dass das jeder kann. Hohe Preise sollten da also nicht im Weg stehen! Deshalb ist es unser Ziel, LED 8-W-Lampen mit dem niedrigsten Preis auf dem Markt anzubieten.

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Energiesparen im eigenen Haus

Nachdem wir unsere Wohnung auch wegen des Vermieters, vor allem aber wegen der fehlenden Dämmung und den damit verbundenen horrenden Strom- und Gasnachzahlungen gegen ein Eigenheim eingetauscht haben, soll im Haus natürlich alles anders laufen.

Leuchtmittel

Das ganze Haus war mit Glühlampen (ja, die mit dem Draht drin) zwischen 40 und 100 Watt ausgestattet. Dabei fanden sich in einem Raum zum Teil 4 x 100 Watt (also 400 Watt) oder 4 x 60 Watt (also 300 Watt). Allein der Austausch der 4 x 60er im Arbeitszimmer gegen SPARSAM Energiesparlampen mit 5 Watt brachte eine Ersparnis von 275 Watt. Im Schlafzimmer wurden 3 x 60 Watt gegen 3,4 Watt DIODER LED-Leisten getauscht: 176,6 Watt Ersparnis. Im Wohnzimmer, wo 3 x 100 Watt an der Wand und 1 x 100 Watt über dem Tisch hingen, werden aktuell bei “Vollbeleuchtung” noch etwa 70 Watt verbraucht.
Im Keller hingen 7 x etwa 35 Watt in Form von Leuchtstoffröhren, jetzt 4 x 15 Watt, 185 Watt eingespart.

Alleine durch den Austausch der Leuchtmittel sparen wir also – wenn alle Lampen im Haus angeschaltet sind – rund 1000(!!) Watt. Besonders in der dunklen Jahreszeit kommt so sehr schnell einiges zusammen.

Anmerkung: Ich bin großer Fan von LED-Leuchten. Leider sind LED-Leuchten mit E27-Fassung und ähnlicher Leuchtkraft wie traditionelle Glühlampen oder Energiesparlampen noch recht teuer, die von Stiftung Warentest 9/2011 gekührten Testsieger von Osram und Phillips kosten 40,00 und 45,00 Euro, hier lohnt sich die Anschaffung also nur, wenn die Leuchte täglich lange an ist. Und vorsicht beim Einsatz im Aussenbereich: nicht klauen lassen!

Kühlen, Gefrieren, Kochen und Backen

In der Küche war eine Kühl-Gefrierkombination verbaut (Energieeffizienzklasse E oder F), die gegen einen Neff-Kühlschrank mit Energieeffizienzklasse A+ und einen Gefrierschrank mit Energieeffizienzklasse A im Keller getauscht wurde.

Noch auf der To-Do-Liste steht der Backofen.

TIPP: Ist man sich nicht sicher wie viel ein Gerät verbraucht, helfen fast immer die Label weiter die meistens irgendwo im Türbereich angebracht sind. Über die Typenbezeichnung lassen sich Hersteller und Verbrauchswerte im Internet leicht herausfinden.

Waschen und Trocknen

Die Waschmaschine ist ein aktuelles Modell von Bauknecht, die etwa 0,85 kWh verbraucht. Der Trockner von AEG (auf den ich wegen unseren Katzen nicht verzichten möchte, da er die Haare von der Kleidung entfernt) verbraucht rund 3,6 kWh. Beide Geräte laufen etwa 2 x pro Woche.

Warmwasser

Ein Dorn im Auge sind mir natürlich die drei Druchlauferhitzer – die beiden großen in den Badezimmern gönnen sich mal eben 11000(!!) Watt… Leider sind wir hier aber zumindest im Augenblick alternativlos.

Computer, Fernseher, Telekommunikation

Wir haben zwei Mac minis und einen 27″ iMac im Einsatz. Ein Mac mini wird an einem aktuellen Samsung LED-Display mit 18 Watt (Standby: 0 Watt) Verbrauch betrieben, der zweite an einem älteren Modell von Acer mit 31 Watt (Standby: 0.76 Watt).

Als Hauptfernseher ist ein Samsung LE32C530 im Einsatz, er verbraucht 85W (Standby: 0,33W). Der zweiter Fernseher im Arbeitszimmer, ein LG 32LH2000, ist zum Glück kaum an: er verbraucht 150 Watt.

Eine Fritz!Box 7270 hängt als reines DSL-Modem vor einem AirPort Extreme, im zweiten Stock haben wir einen AirPort Express (ggf. werde ich die Fritz!Box, die etwa 8 Watt verbraucht, noch durch ein reines DSL-Modem ersetzen).

Ausblick

Einiges eingespart, noch einiges einzusparen! Und wie ich mit einem efergy E2 den Verbrauch noch weiter senken werde, ist auch bald hier zu lesen.

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Kellersanierung durch Hydro-Chemie mit Porofin

Unsere Kellerwände zur Strassenseite hatten Feuchtigkeit gezogen. Nicht so viel dass Wasser nach innen austrat, aber genug damit Salze an der Wand ausblühten. (-> Bild 1)

Nach dem Tipp eines Bekannten wurde ein Vor-Ort-Termin mit der Firma Hydro-Chemie (aus Oer-Erkenschwick, aber bundesweit tätig) vereinbart, der durch den technischer Leiter der Firma wahrgenommen wurde. Eine Messung ergab eine Feuchtigkeit von rund 65-70% bis zu einer Höhe von etwa 1,50m – darüber war die Wand trocken. Es wurde uns der Einsatz von Porofin als Kapillarsperre empfohlen. Hierbei werden im Abstand von 25cm versetzt etwa 30cm tiefe und 12mm starke Löcher in die Wand geborht, die unter Druck mit Porofin verfüllt werden. (Es gibt auch die Variante selber zu bohren und das Porofin aus Flaschen einlaufen zu lassen, wir haben aber lieber machen lassen, 20% mehr bezahlt und haben damit 20 Jahre Garantie. Alleine eine Bohrmaschine plus Bohrer mit der 95 300x12er-Löcher gebohrt werden können kostet bereits einiges.)

Da es sich um aufsteigende Feuchtigkeit handelt, wäre das Legen einer Drainage von aussen nicht zielführend gewesen, es sei denn wir hätten unter das Fundament gegraben: aufwändig, teuer.

Nur 14 Tage nach dem Vor-Ort-Termin und der Auftragserteilung wurden die Arbeiten innerhalb von knapp unter 4 Stunden ausgeführt: es wurden 95 Löcher gebohrt und unter 4 bar Druck mit jeweils 600 ml Porofin verfüllt (Bilder 2, 3 und 4).

In 4 – 6 Wochen wird ein Kontrolltermin stattfinden bei dem die Feuchtigkeit erneut kontrolliert und die Löcher dann ggf. bereit verschlossen werden.

Für uns ist jetzt wichtig zu den richtigen Zeiten zu Lüften (Luftfeuchtigkeit unter 40%) und das Trocknen der Wände damit zu beschleunigen – bei Werten von über 40% Luftfeuchtigkeit lohnt sich das Lüften kaum und ist bei Werten von über 55/60% sogar eher kontraproduktiv.

Ich habe mir ein digitales Hygrometer bestellt was am Fenster angebracht wird und werde versuchen so sinnvoll wie möglich zu Lüften.

/*Nachtrag, 29.07.2011*/
Das Hygrometer ist angekommen und wurde mit einem Kabelbinder zwischen Gitter und Scheibe angebracht, kann also die Luftfeuchtigkeit von Draussen anzeigen (Bei 69% Luftfeuchtigkeit wird natürlich nicht gelüftet!).
/*Ende Nachtrag, 29.07.2011*/

/*Nachtrag, 02.08.2011*/
Heute ist leider der erste Tag an dem die Luftfeuchtigkeit seit Mittag unter 40% liegt (gerade bei 29%) und ich zum Lüfte zu hause bin…
/*Ende Nachtrag, 02.08.2011*/

Die Betreuung durch Hydro-Chemie war ausgezeichnet – jetzt muss nur noch das Ergebnis stimmen. In 4 – 6 Wochen aktualisiere ich diesen Beitrag!

/*Nachtrag, 25.01.2012*/
Die Abschlussarbeiten wurden gemacht. Die Bohrlöcher waren von Juli 2011 bis jetzt offen, um eine bestmögliche Trocknung zu gewährleisten.
Gelüftet wird jetzt mittles einer intelligenten Lüftungssteuerung in Abhängigkeit von Luftfeuchte und Taupunkt – aber dazu in einem seperaten Artikel mehr.
/*Ende Nachtrag, 25.01.2012*/

Nachtrag, 04.08.2012
Mittlerweile ist die Garantieurkunde angekommen, die Abschlussmessungen haben – zu meiner Zufriedenheit – stattgefunden. Insgesamt bin ich zufrieden, jedoch habe ich für meinen Geschmack ein paar mal zu viel nachhaken müssen (Termine, Garantieurkunde).
/*Ende Nachtrag, 04.08.2012*/

Schlusserklärung: Ich habe weder von Hydro-Chemie noch von jemand anderem Vergünstigungen, Geld oder andere Gegenleistungen für die Veröffentlichung dieses Artikels bekommen. Ich war und bin kein Mitarbeiter von Hydro-Chemie oder einer Partnerfirma, bin kein Fachmann und kann die Wirkung(sweise) von Porofin deshalb nur anhand der offensichtlichen Ergebnisse beurteilen. Dieser Erfahrungsbericht soll Leuten in der gleichen Situation eine Alternative zu anderen, vielleicht teureren oder nicht geeigneten Methoden aufzeigen.

Monopoly

Eine Kampagne für echtes Monopoly

Die Anleitung für Monopoly findest Du ganz unten unter dem Artikel – und wenn Du schon nach der Anleitung suchst, benutz sie bitte nicht nur um in Erfahrung zu bringen, wie viel Geld jeder Spieler am Anfang bekommt – lies den Artikel und spiel dann nach den echten Regeln – tu Dir den Gefallen!

Hast Du jemals Monopoly gespielt? Natürlich hast Du. Jeder hat es irgendwann schon einmal gespielt, das gehört einfach dazu.

Aber wann hast Du es zuletzt gespielt? Du kannst Dich nicht erinnern? Die meisten Menschen spielen es als Kind, später nicht mehr – aber warum?

Weil es scheisse ist (sorry). Das Spiel dauert Ewigkeiten, es gibt lange, ereignislose Perioden, in denen die Spieler Runde um Runde kreisen um die letzte fehlende Strasse einer bestimmten Farbe zu ergattern, um dann endlich bauen zu können. Interaktion zwischen den Spielern findet kaum statt. Kurz: es ist langweilig.

Nur eigentlich ist Monopoly nicht scheisse oder langweilig. Es muss nur so gespielt werden, wie es gespielt werden soll – man muss sich einfach nur an die gedruckten Regeln halten.

Was ist echtes Monopoly?

Echtes Monopoly ist Monopoly, das nach den richtigen Regeln gespielt wird. Ich kann mir vorstellen, wie Du gerade den Kopf schüttelst während Du das liest und Dir denkst “Klar… Weil auf “Frei Parken” zu verzichten alles gleich viel besser macht!”

Ich spreche aber nicht über die Regeländerungen von denen jeder weiss, dass es “Hausregeln” sind. Ich spreche über die Regeländerungen von denen jeder denkt, dass sie Teil der Originalregeln wären.

Kommen wir direkt zum Punkt:

[Landet ein Spieler mit seiner Spielfigur auf einem unverkauften Grundstück (kein anderer Spieler hält die Besitzrechtkarte), so hat er die erste Chance, das Grundstück zu kaufen. Will der Spieler kaufen, so zahlt er den auf der Karte aufgedruckten Preis an die Bank. Dafür erhalt er die Besitzrechtkarte, die er offen vor sich ablegen muß.
Wenn der Spieler das Grundstück nicht kauft, versteigert der Bankhalter die Karte, jeder kann mitsteigern - auch der, der den normalen Kauf abgelehnt hat. Die Versteigerung beginnt mit dem (beliebigen) Betrag, den irgendein Spieler zu zahlen bereit ist.
Der Meistbietende zahlt dann den zuletzt genannten Betrag bar an die Bank und erhält die Besitzrechtkarte.]

Nimm Dir Zeit. 99% denken sich nach dem Lesen wahrscheinlich: “Was verdammt…? Seit wann ist das denn Teil der Regeln?” Glaub mir: es ist Teil der Regeln. Wenn Du es nicht glaubst: hol’ Deine Anleitung raus und lies nach!

Auch gerne falsch gespielt

  • ["Frei Parken" ist ein Ausruhfeld. Hier passiert gar nichts.] Das Geld was über Gemeinschafts-, Ereigniskarten oder die Steuerfelder erhoben wird geht an die Bank. (Die Variante alles in der Mitte zu sammeln und auf dem Frei Parken-Feld auszuschütten verlängert das Spiel erheblich!)
  • [Jedesmal, wenn ein Spieler in Pfeilrichtung mit seiner Figur das Feld "LOS" erreicht oder passiert, zahlt ihm der Bankhalter ein Gehalt von 200 EUR.] Man erhält nicht das doppelte Geld.
  • [Ein Spieler, der im Gefängnis sitzt, kann Miete kassieren und Grundstücke erwerben und verkaufen, sowie Häuser und/oder Hotels bauen.] Das Gefängnis ist eigentlich ein toller Ort um abzuhängen und Miete einzusammeln, besonders spät im Spiel wenn alles voller Hotels steht.
  • [Häuser können zu jeder Zeit des Spiels gebaut werden - während des eigenen Zuges und zwischen den Zügen anderer Spieler - jedoch immer nur, bevor der nächste Spieler gewürfelt hat.] (Hier wird gerne die “Man kann nur bauen wenn man auf einer der Strassen der Farbgruppe steht die man bebauen will”-Variante gespielt – dauert viel zu lange!)
 Text in [ ]: Auszüge aus der Originalanleitung.

Warum ist echtes Monopoly besser?

Nicht verkaufte Grundstücke in die Auktion zu geben, hat eine ganze Reihe von Vorteilen.

Erstens beschleunigt es das Spiel, da es schneller dazu führt, dass ein Spieler alle Strassen einer Farbe besitzt und somit bauen kann. Zweitens macht es das Spiel interessanter, weil es die Interaktion zwischen den Spieler verstärkt. Mit einem guten Bluff kann man eine Strasse deutlich unter ihrem eigentlichen Preis kaufen oder einen anderen Spieler dazu bringen, viel mehr Geld für eine Strasse auszugeben, als diese eigentlich wert ist.

Warum spielt (fast) niemand nach den echten Regeln?

Das liegt vor allem daran, dass niemand die gedruckten Regeln liesst. Monopoly ist etwas, das man durch Erklärung in der Kindheit gelernt hat zu spielen. Du hast die “falschen” Regeln von Deinen Eltern oder Freunden gelernt und diese an Deine Freunde weitergegeben. Vielleicht wirst Du sie so noch an Deine Kinder weitergeben.

Die Regeln nach denen gespielt wird, sind also die, die von Mund zu Mund und von Generation zu Generation weitergegeben werden und nicht die, die in der Anleitung stehen.

Was Du tun kannst

Monopoly ist ein tolles Spiel. Wenn es richtig gespielt wird. Setz Dich dafür ein! Verlinke z.B. auf diesen Artikel. Bestehe darauf, nach den echten Regeln zu spielen – man wird es Dir nach dem Spiel danken!

Und hier sind sie, die Anleitungen

Monopoly Classic, DM (.pdf, 300kb)
Monopoly Classic, Euro (.pdf, 2,5mb)

(via criticalmiss & marco.org)

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